Oster-Musical Nachlese

Eine Woche Musik und Theater

Womit stach Waldbröl unter acht weiteren Orten irgendwo in Deutschland zu Ostern heraus? Überall wurde „Das Osterfest“ von Ute Rink aufgeführt. Aber nur bei uns waren die Autorin und ihr Ehemann Friedemann als Regisseure und Musiker selbst dabei. Fünf Tage wurde mit 25 Kindern und einigen Helfern in der ersten Woche der Osterferien intensiv geprobt. Zum krönenden Abschluss folgte die Aufführung im Oster-Gottesdienst. Und da begeisterten die jungen Sänger und Sängerinnen, Schauspielerinnen und Schauspieler die Besucher.

„Das war ein hartes Stück Arbeit“, hieß es aus den Kreisen der Mitarbeiter. Von morgens um zehn bis mittags um eins wurden die zehn Lieder einstudiert, Rollen wurden verteilt: Apfelbaum und Löwenzahn, Römer und die Frauen am Grab, Engel, Jünger, die Sonne, Jesus selbst und viele mehr zählte Ute Rink gleich am ersten Tag auf und versuchte, die Wünsche der Kinder beim Verteilen zu berücksichtigen. Die meldeten sich mit Eifer und gingen dann mit riesigem Spaß zur Sache. Kostüme und Requisiten wurden gebastelt oder von zuhause mitgebracht. Und natürlich wurde viel gesungen, erst mit Vollplayback von der CD „Das Osterfest – ein Kindermusical“, dann nach und nach nur noch mit Halbplayback von der Technik.

Mit Gabi to Berens hatten die Rinks an zwei Tagen eine echte Choreographin mitgebracht. Die Bergneustädterin übte mit den Kindern unter anderem den Tanz der Schmetterlinge um den Apfelbaum, den Einzug Jesu in Jerusalem mit einem Steckenpferd-Esel, und das Tücherschwenken zum Lied „Alles neu“. Auch die Angst der Jünger nach Jesu Tod und die „Frauenpower“ am Grab inszenierte sie mit den jungen Mimen eindrucksvoll. Das Wiederbefüllen der Energietanks hatte Angelika Jaszmann übernommen. Sie zauberte die täglichen Snackbüfetts und das Mittagessen am Samstag – keine leichte Aufgabe.

Während es bei den Durchgängen der Generalprobe hie und da noch hakte, waren die Kinder am Sonntag voll konzentriert und gaben unterstützt von vier Müttern und vier Technikern ihr Bestes. Kein Wunder, dass Ihr Schlusslied „Wir feiern das Osterfest“ am Ende völlig überzeugend und fröhlich die Botschaft rüber brachte: „Jesus hat den Tod besiegt.“                Stephan Propach

Oster-Musical-Woche vom 30. März bis 5. April 2026